Corona Krise Tag 12 (24.03.20)

Wir dürfen auch mal schlechte Tage haben

So, die moralische Talfahrt hat mich voll erwischt. Es ist 21:30 Uhr und ich habe keine Aufgaben für den morgigen Tag vorbereitet und meine Motivation hat sich hinter der Couch versteckt. Die Staubflusen sind da nicht so ginant (an die Deutschlehrer unter uns: "Schreibt man das so?"). Aber vielleicht hilft es, ein bisschen Fern zu sehen? Zwar nicht bei den Flusen, aber bei der schlechten Stimmung. Vorhin kam das Perfekte Dinner aus Heilbronn. Ein Stück Heimat. Das Hochdeutsch wurde mir nicht angeboren und in manchen Situationen rede ich auch, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Sehr zum Leidwesen meiner Kinder die meine schwäbische Mundart als 2. Fremdsprache einstufen. "Mama kann Deutsch, Englisch und Schwäbisch.“ Was soll ich dazu sagen? Ich habe eben Sprachtalent. Mein Sohn dagegen versteht nur Bahnhof wenn wir im Ländle sind. Es wird hier sicher Vielen so gehen. In den Osterferien wollte ich eigentlich zu meiner Restfamilie, also meinem Vater. Jetzt sitzt er alleine im Süden wo COVID-19 noch mehr tobt. Ein unschönes Gefühl. Aber in unseren multimedialen Zeiten ist es ja zumindest so, dass man sich virtuell sehen kann. Generell finde ich, haben wir in dieser unschönen Situation viele Möglichkeiten. Zu meiner Zeit gab es Abends den Sandmann. Und das war es. Die Geschichten kamen von der Kassette und Whats App war Zukunftsmusik. Dennoch ersetzt das alles keine echten Kontakte.

Um mal etwas in Sachen Kunstunterricht einzusteuern und die Laune anzuheben haben wir heute Wolkenschleim Ostereier gebastelt (siehe Spaß und Spiel). Ein Heidenspaß. Nie geahnte Talente scheinen in mir und den Kindern zu schlummern. Dem Huhn sind zwar x-mal die Beine abgefallen und mein Sohn hatte schwarze Hände, als wäre er mit einem Maulwurf verwandt, aber wir sind mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Aber ich verfalle in Muster die persönlich hasse. Menschen die ihre Werke allen auf die Nase binden müssen. Würde mir Einer ehrlich sagen, dass mein Huhn eher aussieht wie eine Katze? Ich glaube nicht. Oder liebe Kollegen? Diese quäle ich nämlich derzeit mit Bildern meiner "Kunstwerke" und diesem Blog. Aber seid Euch gewiss, es kommen bessere Zeiten. Wir wissen nicht wann, aber sie werden kommen. 

Eure Fabi Tante

 

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