Corona Krise Tag X

Ich habe das Zählen aufgegeben.

Es ist soweit. Ich habe das Zählen aufgegeben und den Kampf gegen den inneren Schweinehund verloren. Die Leggings hat über das Standardoutfit gewonnen und mein Spiegelbild gleicht einer Frau, die die Kontrolle über ihr Leben verloren hat. Aber ich muss mir zu Gute halten, dass die Kinder weiter Freude an den Osterferien haben und nicht dem Hänsel aus Hänsel und Gretel ähneln. Will heißen, die Essenversorgung ist nicht unterbrochen. Wie auch? Ist ja die einzige sinnvolle Ablenkung neben Fensterputzen und Unkraut jäten. Und dazu muss ich ja wohl nicht in hohen Haken und Bluse auf der Leiter stehen. Aber vielleicht werfe ich mich nachher doch in Schale um in der Nachbarschaft nicht den Eindruck zu vermitteln ich sei irgendwie vom rechten Weg abgekommen. Wie auch immer der sein mag.

Aber ich kann auch positive Dinge erzählen. Ich habe das Tauschgeschäft für mich entdeckt. Rätseln und Statusbilder waren gestern. Nun heißt es Klopapier und Mehl gegen andere notwendige Dinge des Lebens einzutauschen. Ihr werdet es ahnen! Ich habe drei Mundschutzmasken gegen Klopapier getauscht. Yippi! Danke an meine talentierte Nachbarin. Und sollte ihr wieder etwas ausgehen, dann kriegt sie es so. Auch wenn ich bekennender Schwabe bin, Geiz kann man mir wahrlich nicht nachsagen. Gestern habe ich auch nicht mit Töpfen, Schalen, Flaschen,… voll Wasser um mich herum gegeizt. Uns wurde für Stunden das Wasser abgestellt. Ich finde Modernisierung aller Art toll (Glasfasernetz, Wasserleitungen) aber muss das in der Zeit sein wo ganze Familien zu Hause aufeinandersitzen? Pünktlich zum Zeitpunkt des Versiegens hat mindestens eine Person das Bedürfnis das stille Örtchen aufzusuchen. Das ist spätestens dann nicht mehr still, wenn man merkt, es kommt kein Spülwasser. Vom Händewaschwasser reden wir nicht. Der Hinweis an der Klotüre hätte dem Frust vorbeugen können. Wenn man aber um 11 Uhr schlaftrunken zur Schüssel durchstartet helfen selbst Blinklichter an der Türe nicht. Also schnell mit vorgefüllten Wasserschüsseln ins Badezimmer rennen und Abhilfe leisten. Wir Mütter sind echt toll. Ich singe hier bildlich (keine Sorge!) ein Loblied auf uns Mütter. Die Väter leisten sicher auch einen Mammutanteil in diesen Tagen, aber heute sind wirklich mal die Mütter dran! Wir suchen Tipps für den isolierten Familienalltag und setzen diese um. Sei es mit Backen, Basteln, Eier färben oder vor den Ferien haben wir Lehrerinnen gespielt. Mein erster Grundschullehrer war übrigens ein Mann. Ich liebe ihn heute noch und freue mich, wenn er mich beim Einkaufen sieht und wir ein Plausch halten über die Grundschulzeit meiner Kinder. Herr Schmidt, ich liebe Sie! Ich wünsche allen Kindern so tolle Lehrer wie Herr Schmidt. Aber nicht nur Bespaßung steht auf unserer innerlichen täglichen To do-Liste. Wäsche waschen, putzen, schauen wo man Mehl und Klopapier herbekommt, gute Laune versprühen und den Optimismus an den Tag legen, der momentan so wichtig ist. Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels. Wie lange der Tunnel auch sein mag. Alles hat ein Ende, nur der Tunnel hat zwei :-). In diesem Sinne liebe Muttis hier: Haltet Euch wacker. Leggings sind super und ich sehe schon das Licht am Ende des Tunnels.

Eure Fabi Tante

 

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