Selbstverständnis der Fabi

Die Ev. Familienbildungsstätte in Trägerschaft des Ev.-luth. Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen gilt als Teil des öffentlichen Bildungssystems. Sie arbeitet als Teil der Kirche gemeindeübergreifend, gleichzeitig aber auch mit den Kirchengemeinden des Kirchenkreises und der Region zusammen. Die Ev. Familienbildungsstätte ist tief eingebunden in die Strukturen des Bundes, des Landes und der Kommune.

Im Rahmen eines „lebenslangen Lernens“ gestaltet sie im partizipatorischen Sinn generationenübergreifend ihre Bildungsarbeit, mit dem Ziel, die Teilnehmenden in ihren unterschiedlichen Lebenslagen und Alltagssorgen zu begleiten und zu unterstützen.

Ev. Familienbildung bedeutet: Sich in gegenseitiger Achtung miteinander entwickeln.
Die Arbeit der Fabi orientiert sich an den Bedürfnissen von Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensformen und Lebenswelten.

  • Stärken und Schwächen haben
  • „ganz, gut und schön“ sind
  • Fehler machen
  • schuldig werden
  • auf Beziehungen, Dialoge und Kommunikation angewiesen sind
  • und nicht aus sich selbst heraus leben

Alle Menschen erleben es als eine Stärkung ihrer Lebenskraft, wenn sie in ihrer Einmaligkeit - mit all ihren Stärken und Schwächen - und in ihrer Würde anerkannt werden. Als Christen glauben wir an die liebende Zuwendung Gottes, die allen Menschen gilt. Auf dieser Grundüberzeugung beruhen Werte wie Achtung, Toleranz, Vertrauen und Gemeinschaft, die unser Handeln leiten.

Die Alltagssituation von Familien heute ist zunehmend geprägt von der Suche nach Orientierung im Hinblick auf Werte und Normen für das Gelingen des Zusammenlebens. Das betrifft nicht nur Fragen der Erziehung und der Gestaltung des Miteinanders zwischen den Generationen. Es gilt auch für die Verständigung zwischen den vielfältigen Kulturen und Religionen. Daneben verunsichert das Ohnmachtsgefühl  im Privatbereich bis zur Arbeitsmarktsituation, politischen Systemen und der ökologischen Zukunft. 
Die Herausforderung  für  unsere Gesellschaft  liegt  darin,  frühzeitig Benachteiligungen  auszugleichen, die aus der sozialen Herkunft oder beispielsweise einem Migrationshintergrund resultieren. Es gilt zu verhindern , dass sie sich bei der nachwachsenden Generation auf Chancen der Bildungsbeteiligung und des Kompetenzerwerbs auswirken.

Orientiert  am  Evangelium  besteht  daher  unsere  Aufgabe  darin,  zum Dialog  zwischen  den Generationen  und  Kulturen  anzuregen,  zu mehr  Akzeptanz  untereinander,  Verlässlichkeit, Konflikt- und Beziehungsfähigkeit beizutragen und die Bereitschaft zu fördern, Mitverantwortung  für Menschen  und Gesellschaft  zu  übernehmen  -  auch,  indem wir  uns  selbst  immer wieder neu darum bemühen.

Die  Ev.  Familienbildungsstätte  ist  offen  für  Frauen, Männer  und  Kinder  unterschiedlichen Alters in der Vielfalt heutiger Familien- und Lebensformen, d.h. auch für Alleinlebende, Paare ohne Kinder und Einelternfamilien.

Die Ev. Familienbildungsstätte fragt nicht nach der Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer Religion, Kultur oder Nationalität, nach einem Schulabschluss oder dem Einkommen. 
Sie versteht sich als Lobby für Familien in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Gerade bei "Familie" bedeutet dies, sich auch einzusetzen  für Benachteiligung, die sich  im sogenannten "Normalen" verbirgt. 
In diesem Zusammenhang will die Ev. Familienbildungsstätte Isolation entgegenwirken, Austausch ermöglichen, Entlastung bieten, zu Reflexion und dem Entwickeln neuer Verhaltensweisen anregen und politisch Stellung beziehen.

Ob  bei  Angeboten wie  Eltern-Kind-Gruppen,  zur  Krisenbewältigung  oder  bei  Informationsveranstaltungen  und  Arbeitsgruppen  hat  Ev.  Familienbildung  zum  Ziel,  durch  Begegnung, Bildung,  Begleitung  und  Beratung  im Miteinander  die  Gestaltung  von  Lebensphasen,  Lebenssituationen und des Familienalltags zu erleichtern. 

Unter Berücksichtigung persönlicher Kompetenzen 

  • stärkt  die  Evangelische  Familienbildungsstätte  die  individuelle  Handlungsfähigkeit  und Erziehungskompetenzen 
  • ermöglicht einen Einblick in gesellschaftliche und ökologische Zusammenhänge und 
  • ermutigt zum Handeln und zur Übernahme von Verantwortung 

Auf kirchlicher und kommunaler Ebene setzt sich die Ev. Familienbildungsstätte  für das Zusammenwirken der im diakonischen, sozialen und Bildungsbereich tätigen Einrichtungen und Initiativen ein.
Multiplikatoren  können  von  psychologischen,  soziologischen  und  auch  pädagogischen  Erkenntnissen  profitieren,  die  in  Ev.  Familienbildungsstätten  wissenschaftsübergreifend  zusammenfließen.

Der Auftrag  für Familienbildung  ist  in den Richtlinien des Rates der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen verankert und im § 16 SGB VIII formuliert.
Die Aufgaben Ev. Familienbildungsstätten orientieren sich an den Lebensbereichen von Familien: Beziehungs-, Erziehungs- und hausbezogene Arbeit  (inklusive Gesundheit und Freizeit).
In diesem Zusammenhang kommen Ev. Familienbildungsstätten auch der Aufgabe zur beruf-lichen Weiterbildung  für  familienbezogene Berufsfelder  nach  (z.B.  pädagogische,  sozialpä-dagogische oder pflegerische Berufe). 

Zusammenfassend bietet die Ev. Familienbildungsstätte Menschen  in unterschiedlichen Le-benslagen Begegnung, Begleitung, Beratung und Bildung, z.B. im Hinblick auf 

  • Vorbereitung auf das Leben mit Kindern
  • Fragen von partnerschaftlichem Zusammenleben in Familie und ihrem Umfeld
  • Chancen zur Integration von Familien mit Migrationserfahrungen
  • Kommunikationsfähigkeit statt Sprachlosigkeit
  • Belastungen der Arbeitswelt
  • gesellschaftliche Entwicklungen im Kontext politischer, sozialer und wirtschaftlicher    Rahmenbedingungen
  • Beziehungsarbeit auch zur Außenwelt von Familie (Nachbarschaft, Gemeinwesen,   Polit)
 

Veranstaltungskalender

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November 2017

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